Fussball-Wetten
Fast ungeschlagen: Die Fußballwette
Die beliebtest Sportwette ist die Fußballwette: Wenn Samstags oder Sonntags der Ball auf den Rasenplätzen der verschiedenen
Ligen rollt, ist nicht nur bei den Fans und Profis das Kribbeln groß. Unzählige Wettfreunde fiebern dem Anpfiff der
Fußballspiele und das Ende mit dem richtigen Ergebnis ihrer Wette entgegen. Kaum eine andere Branche boomt in den
vergangenen Jahren so wie die Anbieter von Sportwetten um das runde Leder.
Doch wie funktioniert eine Sportwette eigentlich? Was bedeutet es, wenn die Experten von Totalisatorwetten, Fixquoten,
Systemwette oder Vollsystemwette reden?
Die Grundbegriffe bedeuten kurz erklärt:
Zusammenfassend gibt es Totalisatorwetten und die Wetten auf Fixquoten, wobei die Erstere mit einer staatlichen Lotterie
vergleichbar ist. Der Veranstalter sagt hier im Voraus, dass ein bestimmter Prozentsatz der Einnahmen auch wieder an die
Gewinner ausgeschüttet werden. Bei diesem System trägt der Buchmacher kein hohes Risiko, denn er braucht nur seine
Fixkosten zu decken. Der Gewinn hängt dann natürlich davon ab, wie viel Spieler welche Summe an Geld eingesetzt haben.
Die Beteiligten an der Totalisatorwette spielen im Prinzip gegeneinander, der Buchmacher bekommt einen Prozentsatz für die
Abwicklung der Sportwette. Die Quote stellt den momentanen Stand der Wette dar, sie kann sich aber bis zum Ende des
Ereignisses noch ändern. Doch diese Totalisatorwetten sind eher die Seltenheit. Wer von Sportwetten redet, der meint im
Allgemeinen die Wette mit Fixquote. Hierbei spielt jeder einzelne Wetter gegen den Buchmacher.
Ein Beispiel aus einem Quotenblatt:
Spiel: Tipp 1 TippX Tipp 2
Arminia Bielefeld/ Bayern München 4,80 3,50 1,40
Sporting Lissabon/ Benfica 2,30 1,80 3,30
Dabei steht die Heimmannschaft immer an erster Stelle (in unserem Beispiel bei Tipp 1 die Bielefelder Arminia). Im ersten
Tipp zahlt der Wetter an den Buchmacher zehn Euro auf Sieg für Bielefeld. Gewinnt Arminia das Spiel in der Schüco Arena,
ist die Gewinnquote 4,8 x 10, also erhält der Spieler 48 Euro. Geht es unentschieden aus oder Bayern gewinnt, ist der
Einsatz weg. Dabei können oder müssen sogar mehrere Spiele kombiniert werden, häufig ist bei Fußballwetten eine
Dreierkombination Pflicht. Damit werden die Risiken der Buchmacher vermindert. Eine Gesamtquote erhält der Gewinner,
wenn es alle von ihm getippten Spiele richtig voraus gesagt hat. Dabei müssen ALLE Spiele gemäß der Voraussagen richtig
sein. Ist nur ein Tipp falsch, ist auch der Einsatz weg.
Neben diesen Wetten auf Sieg, Unentschieden oder Niederlage gibt es mittlerweile aus Spezialwetten wie zum Beispiel Halbzeitstand beziehungsweise Endstand. Was bedeutet, dass der Wetter
auf das Ergebnis der ersten Halbzeit UND den Endstand setzt. Bei der Resultatwette bedeutet der Tipp 2:0, dass
das Endergebnis exakt 2:0 ausgehen muss. Der Tipp Over / Under soll ansagen, dass mehr oder weniger Tore fallen
als in der Wette abgegeben. Bei den Systemwetten werden diverse Kombinationen durch gespielt, aber sie werden
auf einem Wettschein zusammen gefasst. Bei den Vollsystemwetten wie zum Beispiel 3 aus 5 müssen von fünf
gesetzten Spielen mindestens drei richtig sein, um seinen Einsatz und mehr wieder heraus zu bekommen.
Als Top-Favorit kann man bei der Vollsystemwette ein Bankspiel angeben, was eine sichere Sache sein sollte.
Dieses Bankspiel muss in jedem Fall richtig sein, sonst ist die ganze Tipp-Serie geschmissen.
Fragen zum Wetten:
Wie kommt eigentlich eine Quote zustande? Je unwahrscheinlicher der Ausgang eines Spiels ist, desto höher die Zahlung.
Beispiel: Arminia Bielefeld gegen FC Bayern München. Das Spiel endete 3:1 für die Ostwestfalen gegen den deutschen
Rekordmeister. Bei Insidern galt der Tipp als sehr unwahrscheinlich. Am Ende ergab sich nach dem Arminen Sieg eine
unwahrscheinlich hohe Auszahlungsquote bei einem richtigen Tipp. Ähnlich wird es zugehen, sollten die Bielefelder im
Pokal-Halbfinale am 20. April erneut gegen die Bayern den Einzug in das Finale schaffen. Je wahrscheinlicher das Eintreten
des Ergebnisses ist, desto näher geht die Quote gen eins und kann also im schlechtesten Fall nur knapp über dem Einsatz
liegen.
Wer verdient sein Geld mit Sportwetten? Auf der einen Seite verdienen "Profi-Zocker" und auf der anderen Seite
natürlich der Buchmacher. Bekommt man seinen Gewinn auch ausgezahlt? Nach bestehendem Gesetz sind Spiel-und Wettschulden
im Normalfall nicht einklagbar. Eine Ausnahme hiervon bilden die Buchmacher mit Lizenz. Die Tipps, die der Wetter
eingeht, ist ein gültiger Vertrag. Dieser bindet den Buchmacher bei richtigem Ergebnis, den Gewinn an den Wetter
auszuzahlen. Eine Lizenz erhält man jedoch nicht so einfach: Die behördliche Genehmigung erhält ein Buchmacher
nur mit einer Bankgarantie. Wer seine Wetten beim Buchmacher "auf der Straße" mit der Hoffnung auf eine hohe
Quote abhält, der ist natürlich im Fall eines Gewinnes auf sich und sein Glück allein angewiesen - und das ohne
irgendeinen gerichtlichen Beistand. Stutzig werden sollte man, wenn der Sitz des Wettbüros weit entfernt wie zum
Beispiel auf den Bahamas ist. Ebenso hellhörig sollt der Wetter werden, wenn sich der Gerichtsstand an einem weit
entfernten Ort befindet oder Firmensitz sowie Telefonnummern und andere Angaben weit voneinander entfernt sind.
Sehr argwöhnisch sollte ein potentieller Tipper werden, wenn wesentlich höhere Quoten als im Wettbewerb versprochen
werden und die Gliederung der Firma unklar ist. Man kann sich im Zweifelsfall über den Firmensitz und Struktur bei
einem zuständigen Gericht erkundigen.
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